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Behältermanagement in SAP
Mehr als nur "Leergut"!
Ein fehlender Kleinladungsträger (KLT) kann die gesamte Kette lähmen. Wie verwaltet man Paletten und Spezialbehälter im ERP-System effizient? Während Standardprozesse das Handling decken, bietet die APLIKO Solutions Suite erweiterte Funktionen zur Befüllung und Inhaltsoptimierung.
Die wichtigsten Kniffe für die SAP-Integration:
1️⃣ Der Behälter als “echter” bestandsgeführter Artikel in SAP Behälter (z. B. VP00001) sind in SAP bestandsgeführte Artikel. Eine spezifische Artikelgruppe („Packmittel“) sorgt für klare Strukturen.
Der Vorteil: Er taucht in der Disposition (MRP) auf. Man weiß also heute schon, ob morgen die Paletten für den Versand fehlen.
Vorteile von Mehrwegverpackungen: Umweltschonend durch Wiederverwendung – Ermöglicht einen sicheren Transport, Stapelbarkeit und Standardisierung – Wird von vielen Lieferanten und Kunden verwendet und ist somit prozessbekannt.
2️⃣ Wer besitzt was? (Eigentums-Logik) Der Hauptnachteil von Mehrwegverpackungen ist die Notwendigkeit, das Leergut und die Eigentumsverhältnisse zu verwalten. Dies ist entscheidend, da viele Kunden eigene Packmittel beistellen.
Die Lösung: Packmittellager nach z. B. dem Schlüssel P<Geschäftspartner-Nr.>.
So trennt man sauber zwischen Eigenbestand und beigestelltem Fremdbestand von Kunden oder Lieferanten.
3️⃣ Der “Retouren-Trick” Wenn ein Kunde Packmittel beistellt (z.B. bei einer Warenanlieferung), wird dies formal über eine SAP Verkaufsretoure abgebildet, da die Packmittel in den eigenen Bestand zurückkommen. Es ist kein klassischer Einkauf, sondern eine Rückführung, um die Bestände (und Eigentumsrechte) aktuell zu halten.
Wichtig: Beigestellte Versand-Packmittel sind formal ein Verkaufsvorgang (Retoure), keine Materialbuchung oder ein Einkaufsvorgang!
4️⃣ Automatisierung über Stücklisten Der Verbrauch der Packmittel aus dem Eigenbestand kann auf verschiedene Weise erfolgen, abhängig vom logistischen Prozess.
Definition in der Stückliste: Eine einfache Variante ist die Verknüpfung des Packmittels mit dem Produkt in der Artikel- oder Fertigungsstückliste (z.B. “1 KLT je 75 Teile”). Dies führt zu einem automatischen Verbrauch (Warenausgang) bei der Produktion oder dem Versand.
Fazit: Eine intelligente Behälterverwaltung spart nicht nur Zeit bei der Inventur, sondern ist durch den Fokus auf Mehrwegsysteme auch ein echter Nachhaltigkeits-Treiber. 🌿
Sprechen Sie uns für eine detaillierte Beratung an.
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